Wohnungen für Geflüchtete

Wer kann eine Wohnung mieten? Und wie geht das?

Wer aus einem der Krisengebiete der Welt nach Berlin geflüchtet ist, sucht vor allem eins: Normalität. Für alle, die in Berlin bleiben, gehört dazu auch der Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Eine eigene Wohnung mieten können Neuankömmlinge aber erst, wenn sie einen gültigen Aufenthaltstitel haben – und dabei einem → festen Verfahren folgen.

Wohnungsberatung für Flüchtlinge
Erster Schritt ist eine fundierte Beratung. Die bietet die vom Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) betriebene Anlaufstelle „Wohnungen für Flüchtlinge“ in der Turmstraße 21 in Moabit. Nach der Erstberatung kann man sich dort registrieren lassen. Dafür sind drei Dokumente nötig: Aufenthaltsgestattung, Mietübernahmeschein und Anmeldebestätigung. Die Beratungsstelle begleitet Flüchtlinge dann auf ihrem weiteren Weg zur eigenen Wohnung.

Wie das abläuft, erläutert ein → Infoblatt des EJF, das es neben der deutschen Version auch in Arabisch, Kurdisch, Persisch, Russisch, Türkisch, Tigrinya, Albanisch, Urdu und Vietnamesisch gibt.

Anderes Land, andere Sitten
Wichtig: Am regulären Weg zur eigenen Wohnung führt kein Schleichpfad vorbei. Ohne Aufenthaltstitel und Unterlagen womöglich mehrmals am Tag in einem Vermietungsbüro der Landeseigenen vorzusprechen, führt nicht zum Ziel. Es frustriert nur beide Seiten. Auch Geldgeschenke mögen im Herkunftsland üblich sein, in Deutschland aber gelten andere Sitten! Die Landeseigenen vermieten natürlich an Flüchtlinge – aber nur, wenn eine konkrete Mietkostenübernahme des Landes Berlin vorliegt. Und die erhalten Sie am einfachsten und schnellsten mit Hilfe der Beratungsstelle.